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Health & Nature, Magazin

August – wie kann man der Natur und den Tieren helfen?

Naturschutz im eigenen Garten oder auf dem Balkon. In den heißen Sommermonaten sollte man Wassertränken für die Tiere aufstellen. Denn durch Bodenversiegelung in den Großstädten und Monokulturen auf dem Land sind die Tiere ganz besonders auf unsere Hilfe angewiesen.

Wassertränken für mehr Naturschutz im Garten
Im heimischen Garten lässt sich im August der Naturschutz ganz einfach umsetzen, indem Sie Wassertränken aufstellen. Extrem trockene und heiße Sommer machen sowohl Insekten als auch Vögeln und kleinen Wildtieren wie Igeln oder Eichhörnchen schwer zu schaffen.

Bienen zum Beispiel benötigen ausreichend Wasser, um ihren Nachwuchs versorgen und den Stock kühlen zu können. Als Bienentränke eignet sich eine simple mit Wasser gefüllte Schale, die (wichtig!) über Landeflächen für die Fluginsekten verfügt. Dafür können Sie flache Steine, die etwas aus dem Wasser herausragen, genauso verwenden wie Holzstückchen oder halbierte Korken, die auf der Wasseroberfläche schwimmen.

Wichtig ist, die Wassertränken regelmäßig und gründlich zu reinigen, damit sich keine Salmonellen und Trichomonaden, die für die Tiere sogar lebensbedrohlich sind, entwickeln. Lediglich kochendes Wasser reicht aus, um die Krankheitserreger abzutöten und keine Rückstände zu hinterlassen.  Außerdem sollten Sie das Wasser in der Tränke stets frisch halten und häufig wechseln.

Noch ein Tipp: Stellen Sie die Wassertränken in Ihrem Garten so auf, dass Sie die Tiere beim Trinken beobachten können. Sie werden überrascht sein, wer sich schon bald so alles zeigt.

Während sich einige Zugvögel wie Mauersegler oder Schwalben im August bereits auf den Rückweg nach Afrika machen, nisten andere Vögel noch oder schon wieder. Ruhige und etwas unordentlichere Ecken mit Laub, Totholz oder Rasenschnitt sorgen in jedem Garten für mehr Naturschutz: Sie dienen Insekten als Unterschlupf und liefern den Vögeln auch jetzt noch frisches Baumaterial für ihre Nester. Wenn Sie diese, zum Beispiel während Sie Ihren Garten bewässern, ein wenig mitgießen, finden die Vögel auch den für Reparaturarbeiten bestens geeigneten Schlamm.

Verwelkte Blüten schneidet man im Garten in der Regel kurzerhand ab. Besser für den Naturschutz wäre es, zumindest einige davon stehenzulassen, damit sie Samen ansetzen können. Die Samenstände der Wilden Karde (Dipsacus), des Lavendels (Lavandula) oder des Patagonischen Eisenkrauts (Verbena bonariensis) zum Beispiel schmecken den Tieren ganz hervorragend. Außerdem entwickeln viele Pflanzen nach der Blüte Fruchtstände, die ebenfalls eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Die Beeren des Efeus halten sich sehr lange und sind ein prima Winterfutter. Hagebuttenrosen, Berberitzen (Berberis) oder Hartriegel (Cornus) liefern wertvolle Beeren.

Im August fallen im Garten einige Schnittarbeiten an. Versichern Sie sich immer, bevor Sie mit dem Schneiden beginnen, ob sich Tiere wie Igel oder Vögel in der Hecke oder in dem Gehölz aufhalten. Neben der erwähnten Mehlschwalbe nisten auch Amseln und Drosseln noch und könnten leicht verletzt werden.